Welt-Aids-Tag: Berlin ermöglicht Zugang zur HIV-Versorgung für Nichtversicherte
Pressemitteilung 30.11.2021
Berlin ermöglicht den Zugang zur HIV-Versorgung für Nichtversicherte und macht damit einen weiteren Schritt hin zur Erreichung des Zieles, die Aids-Epidemie bis 2030 zu beenden.
Zum Welt-Aids-Tag am 1.12.2021 startet die Kooperation zwischen Checkpoint BLN und der Clearingstelle für nicht krankenversicherte Menschen. Dadurch wird es auch in Berlin möglich, HIV-positiven Menschen ohne Krankenversicherung bzw. mit ungeklärtem Versicherungsstatus eine HIV-Therapie anzubieten.
Der Checkpoint BLN ist ein Kooperationsprojekt der Schwulenberatung Berlin gGmbH, Berliner Aids-Hilfe e.V. und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e. V. Er bietet am Hermannplatz in Neukölln seit 2018 Testmöglichkeiten zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen für schwule und bisexuelle Männer sowie trans* und inter* Personen und ihren Sexpartner:innen an. Die von der Berliner Stadtmission 2018 gegründete Clearingstelle für nicht krankenversicherte Menschen bietet Beratung und Kostenübernahme für Menschen ohne ausreichenden Krankenversicherungsschutz an.
Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci erklärt: „Ein Berlin ohne Aids ist möglich! Schritt für Schritt kommen wir diesem Ziel näher. Zum erfolgreichen niedrigschwelligen Testangebot des Checkpoint BLN kommt heute ein weiterer essenzieller Baustein hinzu: Die unbürokratische Versorgung von Menschen ohne ausreichenden Krankenversicherungsschutz. Jede/-r soll in Berlin nach der Diagnose einer HIV-Infektion wissen, wie es weitergeht!“
Bereits während der Pandemie hat der Checkpoint BLN begonnen, die Medikamentenabgabe an HIV-positive Menschen ohne Zugang zur medizinischen Versorgung zu sichern, bei denen eine Therapieunterbrechung aufgrund der Corona Restriktionen drohte. Dazu erklärt Christoph Weber, medizinischer Leiter des Checkpoint BLN: „In dieser Zeit konnten wir für ca. 40 HIV-positive Männer, Frauen und Trans*Personen, die durch die Coronapandemie von der Versorgung abgeschnitten waren, die Therapieweiterführung garantieren.“
Mit der neuen Kooperation werden nun Kompetenzen beider Projekte zusammengeführt und Synergien genutzt. Martin Zwick, Vorstand der Berliner Stadtmission, führt aus: „Die Kooperation mit dem Checkpoint BLN bedeutet eine starke Verbesserung für die zeitnahe Versorgung von Unversicherten. Wir freuen uns sehr, dass nun auch das Team des Checkpoint BLN ein ausführliches Clearing durchführen kann.“
Erfreulicherweise kann damit der Zugang zu einer adäquaten HIV-Therapie mehr Menschen, die mit einer HIV-Infektion in Berlin leben, angeboten werden. Darüber hinaus wird durch die Vereinbarung auch die unbürokratische Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen für Syphilis, Chlamydien- und Gonokokkeninfektion für Menschen ohne bzw. mit nicht ausreichendem Versicherungsschutz möglich.
Marcel de Groot, Geschäftsführer der Schwulenberatung Berlin betont: „Künftig findet vor Ort im Checkpoint BLN ein initiales Clearing bezüglich der Kostenübernahme statt, um frühzeitig die Behandlung von HIV-Infektionen und sexuell übertragbaren Infektionen direkt im Checkpoint BLN einleiten zu können.“ Dadurch verkürzt sich die Zeit zwischen Diagnose und Therapie für HIV und sexuell übertragbare Infektionen und die Infektionsketten können unterbrochen werden. HIV-positive Patient:innen werden zur weiteren Abklärung ihres Versicherungsstatus, Überführung in die hausärztliche Versorgung und ggf. Vermittlung in die Regelversorgung innerhalb von drei Monaten nach Therapiestart im Checkpoint BLN an die Clearingstelle weitergeleitet.
Jacques Kohl, psychosozialer Leiter des Checkpoint BLN ergänzt: „Besonders erfreulich ist, dass die Kooperationsvereinbarung neben der frühen Möglichkeit einer Einleitung der HIV-Therapie auch die Vergabe einer Post-Expositionsprophylaxe (PEP) für nicht oder nicht ausreichend Versicherte beinhaltet.“ Die PEP ist eine vierwöchige Behandlung mit HIV-Medikamenten, mit der die Übertragung des HI-Virus verhindert werden kann, wenn eine Therapieeinleitung bis zu 72 Stunden nach einem Risikokontakt erfolgt.
Melanie Kühnemann-Grunow, Vorstand der Berliner Aids-Hilfe e.V. fasst zusammen: „Durch die nun unterzeichnete Kooperationsvereinbarung mit der Clearingstelle haben wir ein wichtiges Ziel in der Versorgung unversicherter HIV-positiver Menschen in Berlin erreicht. Die zeitnahe medizinische Versorgung verhindert gerade bei einer Infektion mit HIV, dass sich schwere Begleiterkrankungen etablieren können. Wir danken allen an dem Prozess Beteiligen für ihr lösungsorientiertet Handeln zum Wohle der Menschen in Berlin.“
Kontakt:
Christoph Weber
FA Innere Medizin, Infektiologe, MCTM
Med. Leitung des Checkpoint BLN
email: c.weber@checkpoint-bln.de
mobil: 0178-4479595
Jacques Kohl
Psychologe & Syst. Therapeut
Psychosoziale Leitung des Checkpoint BLN
emaill: j.kohl@checkpoint-bln.de
mobil: 0157 596 09 596
Fachtag Diversitätssensible Gesundheitsförderung in der Pflege
EINLADUNG
Datum: 14.12.2021
Zeit: 10:00-13:00 Uhr
Ort: Videokonferenz
„Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf eine an seinem persönlichen Bedarf ausgerichtete, gesundheitsfördernde und qualifizierte Pflege, Betreuung und Behandlung.“
Artikel 4 der Pflegecharta betont das Recht auf eine personenzentrierte Pflege für alle Menschen. Doch welche Bedarfe haben Menschen mit Migrationsbiographien und was ist zu beachten bei einem professionellen pflegerischen Umgang mit LSBTI* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter*)? Vor allem aber, wie kann in der Praxis eine gute pflegerische Versorgung umgesetzt werden, so dass Inklusion nicht nur ein leeres Schlagwort bleibt und allen Teilhabe ermöglicht wird?
Auf diese Fragen möchten wir auf unserem digitalen Fachtag „Diversitätssensible Gesundheitsförderung in der Pflege“ ganz praktische Antworten finden. Lernen Sie unterschiedliche Qualifizierungsprojekte kennen, und erfahren Sie von Best-Practice Beispielen, wie es gelingen kann, unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Programm:
- Begrüßung Dr. Marco Pulver (Leiter Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt®, Fachstelle LSBTI*, Altern und Pflege)
- Die eLearning-Plattform Vielfalt Pflegen stellt sich vor
- Modellprojekt der AWO „Queer im Alter“ – Öffnung der Altenhilfe-Einrichtungen für LSBTIQ*
- Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt®: Ein Zertifizierungsprogramm zur diversitätssensiblen Gesundheitsförderung von LSBTI*
- Münchenstift: Diversitätssensible Pflege in der Praxis
- Austausch und Vernetzung
- Abschluss
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Bitte melden Sie sich über folgenden Link zu der Veranstaltung bis zum 10.12.2021 an:
https://app.guestoo.de/public/event/e2ed2d72-1763-4bb4-b733-0bdf251eae66
Den Zoom-Link zur Teilnahme erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung per Mail.
Haben Sie Fragen, dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!
Ihre Ansprechpartnerin:
Eva Obernauer (e.obernauer@schwulenberatungberlin.de)
Tel. 030 – 44 66 88 125
Wir freuen uns auf Sie!
Fachtagung zu Pflege und Altern von trans*- und inter*geschlechtlichen Menschen
Wann & wo: 19.-20.11.2021, Bremen
Mit der Frage unseres eigenen Alterns als Teile der Gesellschaft und der trans*- und inter*-geschlechtlichen communities beschäftigt sich die anstehende Fachtagung in Bremen, organisiert von der Interberatung Bremen, Trans-Recht e.V. e.V. & Solinetz Bremen & Umzu, gefördert aus den Mitteln der Senatorin für Jugend, Soziales, Integration und Sport der Freien Hansestadt Bremen.
Am Freitag stehen online Fachinputs und Diskussionen für Teilnehmende aus den Communities, aus der Pflegearbeit, aus der Ausbildung und dem Studium rund um Geriatrie und Pflege auf dem Programm.
Aus dem Kreis der Expert*innen wird nach einer Einführung in die Thematik der diskriminierungskritischen intersektionalen queeren Altenarbeit von Prof. Ralf Lottmann (Hochschule Magdeburg Stendal), Felicitas Humburg zu „Trans* und Inter* Senior*innen in Berlin – Die Arbeit der Fachstelle LSBTI*, Altern und Pflege und des Qualitätssiegels Lebensort Vielfalt® referieren. Neben der Darstellung zur LSBTI* Senior*innen Arbeit sowie einer Vorstellung der Trans* Expertise wird dabei auch ein Ausblick auf die erwartete Inter* Expertise gegeben werden können.
Ein dritter Input kommt von Lothar Andrée (AWO) zum Modellprojekt „Queer im Alter“, bevor Lucie Veith (Intergeschlechtliche Menschen e.V.) aus ihren Erfahrungen im Beirat des Projektes kommentieren wird. Eine Podiumsrunde zu trans* und inter*Altern mit Wortmeldungen u.a. von Nora Eckert (TRIQ Berlin und Bundesverband Trans*) rundet den ersten Tag ab.
Der zweite Tag ist den Menschen aus communities, Pflege und Ausbildung, Seniorenvertretungen vor Ort in Bremen gewidmet. Darunter wird Ilka Christin Weiß über trans* und Pflege referieren, bevor Teilnehmende in Workshops die Gelegenheit haben, die Inputs und Präsentationen zu reflektieren sowie nicht zuletzt Überlegungen und Vorschläge, Fragen und Forderungen an die Politik in Bremen zu formulieren.
Wir informieren zur Wahl der Senior*innenvertretung
Die Wahlen für Ihre bezirkliche Senior*innen-Vertretung finden vom 14.03.2022 bis zum 18.03.2022 statt.
Es wird Zeit, auch die Anliegen der älteren Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans* und Inter* von Berlin bei den nächsten Wahlen der bezirklichen Senior*innen-Vertretungen sichtbar zu machen!
Das Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz sieht vor, dass sich Menschen der Generation 60+ bei der Gestaltung Berlins aktiv einbringen können. Die Senior*innen-Vertretung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Sie nimmt die Interessen der Senior*innen in jedem Bezirk wahr und setzt sich für die gesellschaftliche Teilhabe, Einbindung und Mitwirkung älterer Menschen im Bezirk ein. Sie bringt Anliegen der älteren Bevölkerung in die Bezirksverordnetenversammlung ein und informiert über senior*innenrelevante Gesetze und deren Umsetzung. Sie vermittelt zwischen der älteren Bevölkerung Berlins und den jeweiligen Bezirksämtern und anderen Behörden, Institutionen und Einrichtungen.
Allerdings fällt es Angehörigen der LSBTI*-Communities meist schwer, sich an den Wahlen zu beteiligen. Insbesondere ältere LSBTI*, die Zeiten erlebt haben, in denen sexuelle oder geschlechtliche Diversität kriminalisiert und pathologisiert wurde, scheuen häufig den Kontakt zu anderen Menschen, insbesondere zu Ämtern und bringen sich und ihre Interessen seltener ein, weil sie Situationen ausweichen, in denen es zu einer Aufdeckung ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität kommen könnte.
Sie wollen mehr über die Aufgaben Ihrer bezirklichen Senior*innen-Vertretung wissen? Dieses Video vom Senat erklärt Ihnen alles über Senior*innen-Mitwirkungsgremien:
Das Ergebnis der Wahlen wird vom 28.03.2022 bis zum 25.04.2022 von den Bezirksämtern mit Aushängen öffentlich bekannt gemacht.
Es sind allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahlen. Jede Person über 60 Jahren mit Hauptwohnsitz in Berlin darf wählen gehen. Staatsangehörigkeit spielt dabei keine Rolle. Sie dürfen für den Bezirk wählen, indem Ihr Hauptwohnsitz liegt.
Sie werden bis zum 14.01.2022 von Ihrem Bezirksamt Post bekommen, welche die Wahlbenachrichtigung beinhaltet. Diese Benachrichtigung enthält ebenfalls die Adresse der fünf verschiedenen Wahllokale in Ihrem Bezirk sowie einen Antrag auf Briefwahl, sollten Sie eine Briefwahl bevorzugen.
Sollten Sie persönlich in einem Wahllokal wählen gehen, müssen Sie ein amtliches Personaldokument mit Lichtbild (z.B. Personalausweis) mitbringen. Die Wahllokale werden so gewählt, dass Sie möglichst wohnortnah und senior*innengerecht / barrierearm sind.
Sollten Sie mit Briefwahl wählen, müssen Sie diese bis zum 28.02.2022 beantragen. Dies können Sie persönlich, schriftlich, per Telefax oder elektronisch tun, solange Sie Ihren vollen Namen, Ihr Geburtsdatum und Ihre Anschrift nennen. Nach Eingang des Antrags schickt Ihnen das Bezirksamt den Wahlschein mit Wahlbriefumschlag und Abstimmungsliste. Die Briefwahl muss bis zum 11.03.2022 um 18:00 Uhr beim zuständigen Bezirksamt eingegangen sein.
Eine Liste aller Kandidat*innen in Ihrem Bezirk werden mindestens zwei Monate vor den Wahlen von Ihrem Bezirksamt ausgehangen und werden auch online einsehbar sein. Zusätzlich begleitet die Fachstelle LSBTI*, Altern und Pflege lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Kandidat*innen zu den Wahlen der bezirklichen Senior*innenvertretung.
Sobald die bezirklichen Listen der Kandidat*innen bekannt sind, werden wir Ihnen diese hier bekannt geben.
Sollten Sie Ihre Kandidat*innen persönlich kennen lernen wollen, können Sie sich bei Ihrem Bezirksamt erkundigen, wann Vorstellungsveranstaltungen stattfinden. Gerne helfen wir Ihnen hierbei. Ansprechpartner*innen für die Bezirke finden Sie HIER (Verlinkung zu: https://xn--60-wka.berlin/index.php?ka=35&ska=130 ).
Benötigen Sie weitere Auskünfte?
Melden Sie sich bei Felicitas Humburg:
f.humburg@schwulenberatungberlin.de
030 / 44 66 88 124
Hier können Sie unseren Flyer downloaden:
https://schwulenberatungberlin.de/wp-content/uploads/2021/08/LSBTI-Flyer-090721.pdf
Tag der offenen Baustelle
Im Lebensort Vielfalt am Südkreuz gehen die Bauarbeiten langsam aber sicher voran. Wir möchten euch deswegen gerne einen Zwischenstand zeigen und laden euch herzlich ein zum:
Tag der offenen Baustelle
Samstag, den 13. November 2021
zwischen 11 und 15 Uhr
Ella-Barowsky-Straße 27/28 in 10829 Berlin
Vor Ort werden Führungen durch die Baustelle organisiert.
Es gibt Kaffee, Tee, Wasser und Kuchen für jeweils 50 Cent.
Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen wenden wir die 3G-Regelung an. Also geimpft, genesen oder getestet.
Betreten der Baustelle auf eigene Gefahr!
Die Baustelle ist in keinsterweise barrierefrei.
Wir freuen uns auf euren Besuch!
Fachtag LSBTI*-sensible Pflege in Lichtenberg
Wann: 27.10.2021
Wo: Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin
Teilnahme: Anmeldung erforderlich
Hinweis zu Covid19: Am Einlass wird gemäß der 3-G-Regel der Zugang gewährt (geimpft, getestet, genesen)
Mit dem ersten Fachtag Lichtenberg findet am 27.10.2021 von 09 bis 14 Uhr im Kulturhaus Karlshorst die Auftaktveranstaltung zum Thema LSBTI*-sensible Pflege für Menschen, die in der Pflegepraxis beschäftigt sind, statt.
Damit schafft es der Bezirk, eine Öffentlichkeit zu erreichen und leistet unter Federführung von Sabine Pöhl, Diversity- und Queerbauftragte im Bezirksamt Lichtenberg, Pionierarbeit für die so bedeutsame Sichtbarmachung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche (LSBTI*) Menschen im fortgeschrittenen sowie hohen Lebensalter und aller Altersgruppen mit Pflegebedarf. Wir als Team der Fachstelle LSBTI*, Altern und Pflege und vom Projekt Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt® begrüßen diesen engagierten Vorstoß, den wir uns über die Berliner Bezirksgrenzen hinweg schon lange wünschen.
Denn eines ist klar – Personen der LSBTI*-communities treffen bis heute in den Einrichtungen der Altenhilfe und -pflege meist auf Strukturen, die mit ihren Lebenswelten und Bedarfen nicht vertraut sind. Es gilt darum umso mehr für uns in der Funktion auch als Brückenbauer*innen, dass wir Erfahrungen und Wissen an Mitarbeitende im alltäglichen praktischen Pflege- und Versorgungbetrieb weitergeben und vermitteln. Nur so kann es nachhaltig gelingen, die Offenheit und Sensibilität für die besonderen Bedarfe der oft pflegebedürftigen Menschen zu erhöhen, die es für einen diversitätssensiblen Umgang braucht. Denn schließlich profitieren davon alle, nicht nur LSBTI*!
Programmablauf:
- Grußwort des Bezirksbürgermeisters Michael Grunst
- Vortrag: „LSBTI* in der Pflege“ (Felicitas Humburg, Schwulenberatung Berlin)
- „Queere Zeitzeug*innen im Gespräch“ (Eva Obernauer im Gespräch mit: Joanna Czapska, Doris Nabrowsky und Helmut Beyer)
- Kulturelles Rahmenprogramm: Die Schauspielgruppe ROSA FALTEN präsentieren Auszüge aus ihrem neuen Stück
- Vortrag: „Implementierung LSBTI*-sensibler Pflege und Best Practice“ (Simon Lang, Schwulenberatung Berlin und Ralf Schäfer, Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg
- Arbeitsgruppen
- Abschluss und Verabschiedung
Forum Regenbogenstadt Berlin
Hybridveranstaltung am 28.10.2021 von 14 bis 16:30 Uhr (Präsenz im BKA-Theater und YouTube Stream)
Lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche (LSBTI) Menschen im fortgeschrittenen und hohen Lebensalter sind in der Öffentlichkeit und den LSBTI*-Communities kaum sichtbar. Gleiches gilt für LSBTI*-Menschen aller Altersgruppen mit Pflegebedarf. Sie alle treffen in den Einrichtungen der Altenhilfe und -pflege meist auf Strukturen, die mit ihren Lebenswelten und Bedarfen nicht vertraut sind.
Was bedeutet diese Situation für Betroffene? Wie unterscheiden sich die Belange der LSBTI*-Communities in Alter und Pflege untereinander und von denen der sogenannten Mehrheitsgesellschaft? Warum waren Alter und Pflege lange kein Thema in den LSBTI*-Communities? Welche LSBTI*-sensiblen Strukturen und Einrichtungen gibt es bereits und was wird noch gebraucht? Diesen und weiteren Fragen ist diese Veranstaltung unter dem diesjährigen Motto „Zusammen(h)alt – LSBTI in Alter und Pflege“ gewidmet.
Dafür wird das Publikum in das Handlungsfeld LSBTI*, Altern und Pflege mit einer keynote von Dr. Marco Pulver (Fachstelle LSBTI*; Altern und Pflege / Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt®) eingeführt. Ein Vortrag von Felicitas Humburg (Fachstelle LSBTI*; Altern und Pflege / Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt®) zum Thema trans*Senior*innen in Berlin soll die Situation und Belange der trans*community in Berlin im Anschluss sichtbarer werden lassen.
Aus ganz praktischer Perspektive beantwortet Annemarie Kröning, Pflegedienstleitung des mit dem Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt® ausgezeichneten ambulanten Pflegedienstes Tertianum Care (Berlin), in einer Talkrunde Fragen zu LSBTI*-sensibler Pflege. An ihrer Seite sitzt in dieser Runde ebenfalls Dieter Schmidt (Netzwerk Anders Altern), der seinerseits Wissenswertes über das Wohnprojekt Lebensort Vielfalt zu berichten weiss, welches die europaweit erste betreute Wohngemeinschaft für schwule Männer mit Pflegebedarf und Demenz bei sich beherbergt.
Im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ (IGSV), der politischen Klammer für das Land Berlin in Bezug auf die Belange von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen (LSBTI) Menschen, ist die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung Gastgeberin des jährlich stattfindenden Formats Forum Regenbogenstadt Berlin. Das Grußwort spricht die Veranstaltung einleitend der für das Ressort zuständige Senator Dr. D.Behrendt.
GESchätzt UND HEITer – LSBTI* empowern für’s Gesundheitswesen
LSBTI* werden gesellschaftlich benachteiligt und diskriminiert. Das gilt auch für das Gesundheitswesen. Sei es eine falsche Anrede, ein blöder Kommentar oder sogar übergriffiges Verhalten. Wir möchten dich dabei unterstützen: Diskriminierung und das Gesundheitssystem zu verstehen, mit Situationen, die belastend sein können, umzugehen und vorbeugende Strategien zu entwickeln.
Nach der Workshopreihe möchten wir dir noch ein paar Materialien an die Hand geben, die du auch für dich nutzen kannst, auch wenn du nicht dabei warst.
Hier findest du eine Zusammenstellung:
Handout: Besuche bei Behandler*innen eine To-Not-Do / Do-To Liste:
download!
Du willst herausfinden, was deine Bedürfnisse im Gesundheitswesen sind?
Hier findest du eine Übung:
download
Weitere Materialien:
Rezepte gegen Diskriminierung im Gesundheitswesen:
download!
English Version:
download!
Überblick über das Gesundheitswesen:
https://schwulenberatungberlin.de/post/akteur-innen-im-gesundheitswesen/
https://schwulenberatungberlin.de/post/erlauterungen-zu-den-wichtigen-akteur-innen-im-gesundheitswesen-im-uberblick/
Überblick über Beratungsstellen.
download!
Du wurdest diskriminiert und möchtest diese bei uns melden und brauchst Beratung?
https://schwulenberatungberlin.de/anti-diskriminierungs-tool/
https://schwulenberatungberlin.de/wir-helfen/antidiskriminierung/
AnDi – Eine App für dich, gegen Diskriminierung:
https://www.berlin.de/sen/lads/beratung/diskriminierung/andi-die-berliner-antidiskriminierungs-app-945057.php
Weitere Materialien, die wir weiterempfehlen können:
Grenzen setzen:
https://lesmigras.de/wp-content/uploads/2021/06/LesMigraS_Grenzen_Setzen_online.pdf
(to be continued)
Hast du Fragen, brauchst Unterstützung oder hast Anmerkungen:
Schreibe eine Mail an: t.reinhardt@schwulenberatungberlin.de
Gefördert von:
Organisierte Besuchsreihe in Berliner Pflegeeinrichtungen
Organisierte Besuchsreihe in Berliner Pflegeeinrichtungen
für ältere lesbische und frauenliebende Frauen
Wie kann würdevolles Leben im Alter möglichst selbstbestimmt gestaltet werden?
Welche unterschiedlichen Betreuungs- und Versorgungsmöglichkeiten gibt es, wenn es zur Pflegebedürftigkeit kommt?
Was heißt es, wenn eine Pflegeeinrichtung LSBTI*-sensibel ist?
Auf diese Fragen möchten wir mit euch Antworten finden und laden zu organisierten Besuchen in einer Pflege-WG und in einem Seniorenzentrum ein.
Besuch der Pflege WG „Villa Cornelius“ des ambulanten Pflegedienstes CuraDomo
Wann: 14.10.2021
Uhrzeit: 14:00 – 15:30 Uhr
Wo: S-Bhf. Lankwitz (Treffpunkt)
Besuch Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg
Wann: 02.12.2021
Uhrzeit: 10:00 – 11:00 Uhr
Wo: Hauptstraße 121, 10827 Berlin-Schöneberg
Bei den Besuchen gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) bzw.
die aktuellen Corona-Hygienevorschriften.



