Aktuelles News

Sozialarbeiter*innen für ambulante und stationäre Jugendhilfe

Die Schwulenberatung Berlin ist mit 270 Mitarbeitenden die größte LSBTI* Organisation Europas.

Für das neue Team, der Jugendhilfe suchen wir engagierte Sozialarbeiter*innen, die die soziale Arbeit nicht nur als Beruf, sondern als Haltung verstehen. Die Stellen werden ab dem 01.02.2025 mit einem Umfang von mindestens 30 Std/W besetzt.

 

Aufgaben u.a.:

  • Ambulante sowie stationäre Arbeit mit den betreuten jungen Menschen (ab 12 Jahre) und ihren Angehörigen
  • Alltagsstrukturierung, Krisenintervention und lösungsorientierte Beratung
  • Netzwerkarbeit mit Schulen, Jugendämtern, Ärzt*innen u. a.
  • eigenständige Fallführung, Dokumentation und Berichtswesen
  • Pädagogische Betreuung im Schichtdienst
  • Gestaltung von Gruppenprozessen und Alltag
  • Unterstützung bei Verselbstständigung und Biografiearbeit
  • Zusammenarbeit im multiprofessionellen pädagogischen Team
  • Mitwirkung beim Aufbau von Angebotsstrukturen

 

Voraussetzungen:

  • Abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit, Sozialpädagogik oder vergleichbar
  • hohe Motivation und Freude an Beziehungsarbeit
  • Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen
  • Bereitschaft zu selbstständiger und zielorientierter Arbeitsweise und Flexibilität
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten im Schicht- oder Bereitschaftsdienst (stationär)
  • Teamfähigkeit, Bereitschaft zur Reflektion und Konfliktfähigkeit
  • eine klare professionelle Haltung
  • Zugehörigkeit zur Zielgruppe LSBTI*
  • Führerschein Klasse B (für den ambulanten Bereich von Vorteil)

 

Erwünscht:

  • Stabile LSBTI* Identität
  • Erfahrung im Arbeitsfeld Jugendhilfe (ambulant und/oder stationär)
  • Erfahrung im Umgang mit herausfordernden Lebenslagen (wünschenswert)

 

Wir bieten:

  • Mitarbeit in einem motivierten und humorvollen Team
  • Gute Arbeitsatmosphäre
  • Selbständiges Arbeiten innerhalb guter Rahmenstrukturen
  • 30 Tage Urlaub und Deutschland-Ticket
  • Interne Fortbildungen und Supervision

 

 

Ausführlichere Informationen unter www.schwulenberatungberlin.de oder bei Christin Richter unter 030 – 44 66 88 501.

Bewerbungen mit Angabe der Kennziffer A5/2025/12 an: Schwulenberatung Berlin, Gotenstr. 51, 10829 Berlin oder jobs@schwulenberatungberlin.de

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Geschäftsbericht 2024 jetzt online

Unser Geschäftsbericht 2024 ist ab sofort online verfügbar. Er gibt einen umfassenden Einblick in unsere Arbeit, unsere Strukturen und die Entwicklungen des vergangenen Jahres. Neben dem Vorwort und Informationen zu Vorstand und Organisation bietet der Bericht Interviews mit Mitarbeitenden aus zentralen Arbeitsbereichen, unter anderem zu Altern und Pflege, Housing First, Kinder- und Jugendhilfe sowie Drugchecking. Außerdem dokumentieren wir ausführlich, was wir 2024 geleistet haben, stellen unsere Öffentlichkeitsarbeit vor und informieren transparent über unsere Geldgeber.

👉 Jetzt ansehen und mehr über unsere Arbeit erfahren.

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Safer Space und Empowerment in der Beratungspraxis

Safer Space und Empowerment in der Beratungspraxis
Fortbildung für Fachkräfte

Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte (Ärtz*innen, Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen), die mit besonders schutzbedürftigen queeren Geflüchteten arbeiten. Gemeinsam setzen wir uns damit auseinander, wie eine bedarfsgerechte, empowernde und zielgruppensensible Beratung gestaltet werden kann.

Im Workshop entwickeln wir praktische Ansätze, um safer spaces zu schaffen, Barrieren abzubauen und Angebote so auszurichten, dass sie den individuellen Lebenslagen und Ressourcen der Ratsuchenden gerecht werden.

Termine & Anmeldungen: 

Mi 04.02. von 10 bis 17 Uhr – Anmeldung hier!
Mi. 25.03. von 10 bis 17 Uhr – Anmeldung hier!
Fr. 24.04. von 10 bis 17 Uhr – Anmeldung hier!

Ort: Schwulenberatung Berlin – Café kuchus, Wilhelmstr. 115, 10963 Berlin

 

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psychosozialen Versorgung und Rehabilitation für Überlebende von Krieg, Folter, Verfolgung und Flucht

„bedarfs.gerecht“

Das PSZ als Modell der psychosozialen Versorgung und Rehabilitation für Überlebende von Krieg, Folter, Verfolgung und Flucht

Laufzeit: 01.08.2023-31.07.2026

Die Schwulenberatung Berlin ist zusammen mit anderen psychosozialen Zentren einTeilprojekt des Kooperationsprojekts „bedarfs.gerecht“ der BafF e.V. (Bundesarbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer:

Das deutsche Gesundheitssystem ist für eine bedarfsgerechte gesundheitliche und psychosoziale Versorgung von Schutzsuchenden nicht gut aufgestellt. Zum einen fehlt es an einem qualifizierten Verfahren zur Ermittlung besonderer Bedarfe. Dies gilt insbesondere für nicht offensichtliche Bedarfe, wie bei Personen mit psychischen Erkrankungen oder Personen, die Folter, Vergewaltigung oder sonstige Formen schwerer Gewalt erlitten haben (EU-Aufnahmerichtlinie, Art. 21). Zum anderen mangelt es an passenden Angeboten für diese Zielgruppe in der gesundheitlichen Regelversorgung. Die Gründe hierfür sind u. a.: fehlendes Fachwissen über die Zusammenhänge zwischen Flucht und psychischer Gesundheit, fehlende interkulturelle Kompetenzen, fehlende Kostenübernahme von Psychotherapien und weiteren psychosozialen Leistungen sowie fehlende qualifizierte Sprachmittlung (bzw. deren Kostenübernahme).

Die Psychosozialen Zentren (PSZ) hingegen richten sich seit Jahrzehnten an Schutzsuchende, die von psychischen Erkrankungen oder den Folgen von Folter, Vergewaltigung oder sonstigen Formen schwerer Gewalt betroffen sind. Zu ihren Leistungen gehören Psychotherapien und Sozialberatung sowie niedrigschwellige soziale Angebote zur Kontaktanbahnung und Feststellung von Bedarfen. Das Modell der PSZ wurde in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Die Leistungen der PSZ sind jedoch aufgrund ihrer prekären Finanzierung, meistens über zeitlich befristete Fördergelder, nicht nachhaltig. Vor diesem Hintergrund ist ein Transfer der Ansätze der PSZ in die gesundheitliche Regelversorgung notwendig, um sicherzustellen, dass ihre etablierten Ansätze auch in Zukunft aufrechterhalten werden können.

In dem Projekt werden folgende Maßnahmen umgesetzt, um diesen Transfer zu ermöglichen:

  • Niedrigschwellige Angebote zur Identifizierung besonderer Schutzbedarfe:Durch ein Kiezcafé, niedrigschwellige aktivitätsfokussierte psychotherapeutische Gruppen und eine Akutsprechstunde wird das notwendige Vertrauensverhältnis mit Schutzsuchenden aufgebaut, um besondere Bedarfe, insbesondere aufgrund psychischer Erkrankungen, zu identifizieren.
  • Forschung & Vermittlung:Es wird ein Instrument zur Messung der Wirkung von Therapien in den PSZ entwickelt. Hierdurch soll eine wissenschaftliche Basis geschaffen werden, um die Ansätze der PSZ an die gesundheitliche Regelversorgung zu transferieren.
  • Vermittlung in Regelversorgung:Es werden Versuche der PSZ, Schutzsuchende in die gesundheitliche Regelversorgung zu vermitteln, systematisch ausgewertet, um herauszuarbeiten, wie Vermittlungen in Zukunft erfolgreicher gestaltet werden können. Basierend auf den Ergebnissen werden Veranstaltungen zur Förderung der Zusammenarbeit mit der Regelversorgung durchgeführt.
  • Zusammenarbeit mit Leistungsträgern & Behörden:Insbesondere kassenärztliche Vereinigungen und Sozialämter sind wichtige Leistungsträger, die die Behandlungskosten von Schutzsuchenden mit psychischen Störungen übernehmen können. Es werden Instrumente entwickelt, um die Kostenübernahme zu erleichtern, damit die Bereitschaft in der gesundheitlichen Regelversorgung steigt, Schutzsuchende als Patient*innen aufzunehmen.
  • Sensibilisierung des Gesundheitssystems für spezifische Bedarfe:Es werden Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt zu den spezifischen Bedarfen von Drittstaatsangehörigen im Asylverfahren oder mit einem europäischen Schutzstatus mit einer psychischen Störung und weiteren Vulnerabilitäten, mit einem besonderen Fokus auf minderjährige und LSBTI*-Schutzsuchende.

Die Schwulenberatung Berlin ist beteiligt an den Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen mit einem besonderen Fokus auf LSBTI* Schutzsuchende.

Kontakt und weitere Infos:

Für weitere Informationen können Sie uns gern unter s.jaekel@schwulenberatungberlin.de kontaktieren.

https://www.baff-zentren.org/bedarfs-gerecht/

Projektförderung:

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

Projektförderung:

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

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Pressemitteilung: Berlin bekommt einen neuen Ort der Erinnerung, der Trauer – und des Lebens

Berlin, 29. Oktober 2025 – Berlin bekommt einen neuen Ort der Erinnerung, der Trauer – und des Lebens:
Auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof entsteht die erste Grab- und Gedenkstätte für LSBTI*-Menschen.

Die von der Schwulenberatung Berlin ausgelobte Kunst im öffentlichen Raum wurde entschieden:
Der Berliner Künstler Ulrich Vogl überzeugte die Jury mit einem sensiblen und poetischen Entwurf, der einen Raum für Sichtbarkeit, Würde und Begegnung schafft.

Mit der Grabstätte entsteht ein besonderer Ort, der die Geschichte und Gegenwart von LSBTI*-Menschen in Berlin sichtbar macht und einen würdevollen Rahmen für Erinnerung, Trauer und Leben bietet.

Die Bekanntgabe des Gewinnerentwurfs fand am 29. Oktober 2025 im Rathaus Schöneberg statt.

Ein Raum für Geschichten, die zu oft verdrängt wurden

Mit der neuen Grab- und Gedenkstätte entsteht ein einzigartiger Ort im Herzen der Stadt, der an LSBTI*-Menschen erinnert, deren Leben, Liebe und Identität über Generationen hinweg ausgegrenzt, verschwiegen oder vergessen wurden. Die Anlage soll sowohl Raum für individuelle Bestattungen bieten als auch für kollektives Erinnern und Gedenken.


Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann
betonte die historische und gesellschaftliche Bedeutung des Projekts:
„Tempelhof-Schöneberg ist ein Ort mit tiefer queerer Geschichte. Diese Gedenkstätte ist ein Zeichen der Verantwortung, die wir tragen, wenn es um Erinnerung geht. Sie macht sichtbar, was zu lange unsichtbar war – und verbindet Trauer mit Hoffnung.“

Auch Marcel de Groot, Geschäftsführer der Schwulenberatung Berlin, hob hervor, dass das Projekt weit über den Friedhof hinausweist:
„Diese Grabstätte ist ein Symbol dafür, dass queeres Leben und Lieben Teil unserer gemeinsamen Geschichte ist. Sie gibt Menschen einen Platz, die in der Vergangenheit keinen hatten – und sendet zugleich ein starkes Signal in die Zukunft: dass Vielfalt und Würde untrennbar miteinander verbunden sind.“

Für die Kirchhöfe & Kirchhofsverwaltung steht das Vorhaben für eine zeitgemäße, inklusive Erinnerungskultur. Felix Milkereit erklärte:
„Mit dieser Gedenkstätte schaffen wir einen Ort, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet – einen Ort, der zeigt, dass Erinnerung lebendig sein kann.“

 

Der Entwurf von Ulrich Vogl

Der prämierte Entwurf von Ulrich Vogl überzeugte die Jury durch seine klare, zugleich poetische Sprache. In seiner Gestaltung verbinden sich Natur, Licht und Struktur zu einem Raum, der offen und einladend wirkt – ein Ort der Ruhe, aber auch der Begegnung.

Vogl erläuterte seine Idee mit einfachen Worten: „Ich wollte einen Ort schaffen, der nicht ausschließt, sondern öffnet. Erinnerung ist nichts Starres – sie lebt, bewegt sich, verändert sich. Diese Gedenkstätte soll Menschen miteinander verbinden, über Grenzen hinweg.“

Ein zentrales Element des Entwurfs ist der „Kissing Stone“ von Ulrich Vogl – ein skulpturaler Stein, der sinnbildlich für Nähe, Zärtlichkeit und menschliche Verbindung steht. Er lädt dazu ein, bei zentralen Gedenkveranstaltungen mit einem gemeinsamen Ritual des Lippenbemalens und Küssens Teil des Erinnerns zu werden.

Der Stein knüpft an eine lange Tradition queerer Symbolik an – an die Küsse, die an den Gräbern von Oscar Wilde und Simone de Beauvoir als Zeichen von Liebe, Freiheit und Anerkennung hinterlassen wurden. So entsteht ein Ort, an dem persönliche Geste und kollektives Gedenken ineinandergreifen: Besucher*innen können Kerzen schmücken, Tafeln berühren und durch den Kuss auf dem Stein ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit setzen – über Generationen und Lebensgeschichten hinweg.

 

Hintergrund: Wettbewerb und Beteiligung

Insgesamt 14 Künstler*innen aus ganz Deutschland hatten Entwürfe eingereicht. Eine neunköpfige Jury, bestehend aus Vertreter*innen aus Architektur, Gartenlandschaftsbau, Friedhofsverwaltung und der queeren Community wählte den Entwurf von Ulrich Vogl aus.
Die Grab- und Gedenkstätte wird in den kommenden Jahren auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof realisiert. Sie soll ein inklusiver Ort werden – offen für alle, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Identität.

DOWNLOAD:

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Befragung pflegebedürftiger Menschen in Berlin

Projekt Stay@Home – Treat@Home (STH)

Im Rahmen des Projekts Stay@Home – Treat@Home (STH) untersucht die Charité – Universitätsmedizin Berlin, wie gut sich pflegebedürftige Menschen in Berlin versorgt fühlen. Ziel des Projekts ist es, die ambulante Versorgung älterer pflegebedürftiger Menschen zu verbessern.

Durch ein telemedizinisch unterstütztes Versorgungsnetzwerk mit einem interaktiven Gesundheitstagebuch sollen gesundheitliche Veränderungen frühzeitig erkannt und kommuniziert werden. So können Krankenhausaufenthalte vermieden, die Lebensqualität erhalten und medizinische Ressourcen effizienter genutzt werden.

Das Projekt wird von der Charité – Universitätsmedizin Berlin geleitet und durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert. Die Forschungsgruppe Geriatrie der Charité übernimmt die wissenschaftliche Begleitforschung.

Dabei werden pflegende Angehörige von pflegebedürftigen Menschen in Berlin befragt – auch dann, wenn die neue Versorgungsform nicht genutzt wird. Die Befragung erfolgt online über „SoSci Survey“ zu Beginn der Studie sowie nach drei und sechs Monaten.
Im Mittelpunkt stehen Themen wie Lebensqualität, Gesundheitszustand, Pflegebedürftigkeit, Sicherheitsempfinden und die Belastung der Angehörigen. Alle Angaben werden selbstverständlich anonym erhoben und ausgewertet.

Wer kann teilnehmen?

Angehörige von pflegebedürftigen Menschen ab 60 Jahren,
die in Berlin wohnen und zu Hause leben.

👉 Hier geht es zur Befragung

Aktuelles News

Präsentation des Gewinnerentwurfs für die Grab- und Gedenkstätte für LSBTI*

Wir laden euch herzlich ein am 29. Oktober um 10 Uhr ins Rathaus Schöneberg (Raum 1108).

Dort stellen wir erstmals den Gewinnerentwurf für die geplante Grab- und Gedenkstätte auf dem Alten Matthäus-Kirchhof vor

Mit dabei sind:

  • Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg
  • Marcel de Groot, Geschäftsführer der Schwulenberatung Berlin
  • Felix Milkereit, Kirchhöfe & Kirchhofsverwaltung
  • die/der Gewinner*in des Architekturwettbewerbs

📅 Anmeldung bis zum 27. Oktober über diesen Link:

https://app.guestoo.de/public/event/5961ce18-6307-47dc-ac7b-f1c4c04bbdbe?lang=de 

Aktuelles News

Housing First Projekte gründen Netzwerk zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit in Berlin

Berlin, den 09.09.2025 – In Berlin leben zum Stichtag 31.01.2024, laut Wohnungslosenberichterstattung, insgesamt 55.656 wohnungslose Menschen.*

Um dieser Herausforderung wirksam zu begegnen, haben sich fünf Berliner Träger zum Housing First Netzwerk Berlin zusammengeschlossen: der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin, die Schwulenberatung Berlin gGmbH, Phinove e.V., LA VIDA gGmbH und My Way Soziale Dienste gGmbH. Ziel ist es, gemeinsam Wohnraum zu akquirieren, die Zusammenarbeit mit der Berliner Verwaltung und Vermietenden zu stärken und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, um wohnungslosen Menschen mit dem erprobten Housing First-Ansatz langfristige Perspektiven zu bieten. Finanziert werden die
Projekte durch die für Soziales zuständige Senatsverwaltung des Landes Berlin.

Housing First ist ein Konzept, das wohnungslosen Menschen zuerst einen festen Wohnraum mit eigenem Mietvertrag sichert und sozialarbeiterische Unterstützung bietet, um ihre Probleme zu bewältigen. Dieses Modell hat sich mit einer Wohnstabilität von über 90 % als sehr erfolgreich erwiesen. Zudem ist Housing First wirtschaftlich wesentlich effizienter als herkömmliche Notunterkünfte und schafft nachhaltige Perspektiven.

Der Nationale Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit 2024 setzt das Ziel, bis 2030 für jede wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Person ein passendes Wohnungsangebot bereitzustellen. Das Housing First Netzwerk Berlin will dabei einen zentralen Beitrag leisten.

Warum ein Netzwerk?
Die Wohnungslosenhilfe steht vor großen Herausforderungen: Besonders der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum ist schwierig, da, neben der bestehenden Wohnungsnot, viele Vermietende Vorbehalte gegenüber wohnungslosen Menschen haben.

Ein starkes Netzwerk ermöglicht:

– Effektivere Immobilienakquise und effizientere Nutzung vorhandener Wohnraumkontingente
– Stärkere öffentliche Wahrnehmung durch gemeinsame Werbekampagnen, Pressearbeit und politische Einflussnahme zur Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Existenzielle soziale Bedarfe sind nicht verhandelbar
Die Wohnungspolitik muss endlich die richtigen Anreize schaffen, damit mehr Wohnraum für wohnungslose Menschen bereitgestellt wird.
Die Mitglieder des Netzwerks sind sich einig: Wir glauben fest daran, dass wir unsere Ziele besser erreichen, wenn wir geeint und im Namen aller wohnungslosen Menschen auftreten, ungeachtet ihrer Herkunft, Geschlecht und Problemlagen statt als Einzelkämpfende für spezifische Gruppen zu agieren. Dafür brauchen wir allerdings politische Unterstützung und eine wirksame Zusammenarbeit mit der Immobilienwirtschaft sowie den Berliner Verwaltungsbehörden.

*Quelle: https://www.berlin.de/sen/soziales/besondere-lebenssituationen/wohnungslose/statistik/

Hier die gesamte Pressemitteilung downloaden!

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Queere Aktionswoche der AWO

Queere Aktionswoche (QAW): Intersektionale Öffnung im Sozialraum (30.6-04.7.2025)

Die Queere Aktionswoche 2025 wird in Zusammenarbeit mit mehr als 20 queeren Gruppen, Projekten, Beratungsstellen und Initiativen geführt. Unser Ziel ist es, bezirksübergreifend sichtbare Räume für Begegnung, Teilhabe und Empowerment zu schaffen – durch Workshops, Kulturformate, offene Räume und politische Bildung. Mit unserer QAW möchten wir LSBTIAQ*-Projekte und Initiativen zu unterstützen, indem der Fokus auf der niedrigschwelligen gemeinsamen Bereitstellung und Nutzung von materiellen und immateriellen Ressourcen, Kompetenzen und Räumen liegt. Die Intersektionalität sowie der interkulturelle und intergenerationelle Austausch bilden den Kern unserer Queere Aktionswoche.

Wir von Fachstelle LSBTI* Alter(n) und Pflege – Schwulenberatung Berlin nehmen an dem Kooperationsprojekt „Queeren Aktionswoche“ mit zwei spannenden Angebote teil:

 

  1. Lebensort Vielfalt Südkreuz

Im Rahmen der Queer Aktions Woche laden wir zur Besichtigung des LOV SüdX ein – ein generationsübergreifendes Wohnprojekt für ältere LSBTI* Menschen. Besucher*innen erhalten Einblicke in das Haus, die Kunstwerke und Gemeinschaftsraum und lernen die Arbeit der Fachstelle LSBTI* Alter(n) und Pflege kennen.

Wann: am 02.7.25 um 14:00 Uhr

Wo: Gotenstraße 51, 10829 Berlin (S-BHF Südkreuz) – (Madame Wode´ Raum)

Für wen: die Veranstaltung richtet sich an LSBTIAQ*, interessierte Verbündete.

 

  1. TRACING – Berlin

TRACING ist ein Gesprächs-, Bewegungs- und Videoprojekt für LSBTI* Menschen ab etwa 65 Jahren. Im Mittelpunkt steht die Frage nach Bewegung – in der Stadt, durch die Stadt und im eigenen Körper. Im Rahmen der Queer Aktions Woche geben die Projektbeteiligten Einblicke in Inhalte und Hintergründe des Projekts.

 

Wann: am 02.7.25 um 14:00 Uhr

Wo: Gotenstraße 51, 10829 Berlin (S-BHF Südkreuz) – (Madame Wode´ Raum)

Für wen: die Veranstaltung richtet sich an LSBTIAQ*, interessierte Verbündete.

 

Interesse geweckt?

Ansprechperson: Lorenzo Andrea Traini (Keine Pronomen)

Anmeldung und Infos: l.traini@schwulenberatungberlin.de

 

Für Informationen über Barrieren und Accessibility Kontakt mit Ark Lucia (siehe unten) aufnehmen.

Infos: Ark Lucia (keine Pronomen – they/them) | Initiator*in von „Queere Vielfalt“ und Ansprechperson für die Queere Aktionswoche | a.lucia@awo-spree-wuhle.de |  Instagram: @awo.begegnungszentrum | Web: www.begegnungszentrum.org

Die Queere AktionswocheIn Rahmen wird durch den Bezirksfonds „Queeres Leben in den Bezirken“ der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung) mit Unterstützung der Ansprechperson Queeres Berlin und des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg.

Das ganze Programm der Queere Aktionswoche auf der Webseite des Begegnungszentrums: https://begegnungszentrum.org/queere-aktionswoche/